Biofach: Mehr staatliche Unterstützung für den Biomarkt

Heute habe ich die gemeinsam mit den Grünen Bundestagsabgeordneten Renate Künast und Harald Ebner die BioFach in Nürnberg besucht. Die Biomarkt boomt zwar – aber er braucht auch konsequente staatliche Unterstützung und ein klares Bekenntnis Pro Bio. Beispielsweise durch die Förderung des Bayerischen Biosiegels und des Bio-Anteils in der Außer-Haus-Verpflegung. Da muss die Bayerische Staatsregierung deutlich aktiver werden! Denn Schmetterlinge, Feldhasen und Kornblumen brauchen Lebensräume. Für den Erhalt unserer heimischen Pflanzen- und Tierwelt brauchen wir mehr ökologische Landwirtschaft!

 

Zusammen erobern wir die bayerischen Kommunalparlamente!

Eine Aktion für Grüne Frauen, die Kandidatinnen für die Kommunalwahlen im Landkreis Traunstein und Rosenheim sind! Mit mehr als doppelt so vielen Teilnehmerinnen als erwartet waren wir gemeinsam auf der Fraueninsel. Mit Input von Jolana Dandl über Social Media und Johanna Mathäser über Frauen in Führungspositionen und mit Kaffee und Butterbrezen dazu war der Vormittag ein voller Erfolg! Sich gegenseitig unterstützen und vernetzen das ist das Wichtigste.

Zusammen erobern wir die bayerischen Kommunalparlamente!

#FrauenWählenFrauen !

100% Biomilch – beim Ökolandbau endlich in die Gänge kommen!

Der Ökolandbau in Bayern wächst etwas langsamer. Darauf kann es nur eine Reaktion geben: Wir müssen den Ökolandbau fördern: Erzeugung ausbauen, Verarbeitung fördern, Absatz sichern. Es kann nicht sein, dass die fünfgliedrige Fruchtfolge im Kulturlandschaftsprogramm (Kulap) nur für konventionelle Betriebe ausgeglichen wird – Biobetriebe aber gehen leer aus. Das ist ein völlig falsches Signal.

Bis 2030 will der Freistaat einen Öko-Marktanteil von 30 Prozent am Lebensmittelmarkt erreichen. Der Öko-Umsatz soll also von derzeit rund 1,6 Milliarden Euro auf 8,5 Milliarden Euro steigen und sich damit verfünffachen. Wenn das funktionieren soll, muss die Söder-Regierung bald mal in die Gänge kommen und selbst als Abnehmerin aktiv werden, beispielsweise im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung. Es bringt überhaupt nichts, wenn die staatlichen Kantinen künftig 50 Prozent Bio- „oder“ regionale Lebensmittel anbieten. Nur Bio „und“ regional sichert unsere heimische Landwirtschaft und die Artenvielfalt. 100% Biomilch – beim Ökolandbau endlich in die Gänge kommen! weiterlesen

Spannring: Regionale Wertschöpfung und aktiver Klimaschutz

Kürzlich war ich in Inzell bei der Firma Spannring Holz und Bau. Sägewerk und Zimmerei unter einem Firmendach – das gibt es nicht mehr oft. Für die Firma Spannring ist aber gerade das ein großer Vorteil und das Besondere an ihrem Betriebskonzept. Ganz oben steht bei Spannring nämlich die Qualität und die regionale Wertschöpfung! Deshalb werden die Hölzer direkt aus der Region von unseren Waldbauern und von den Bayerischen Staatsforsten bezogen und verarbeitet; wenn das nicht möglich ist, kommt das Holz aus zertifiziertem Anbau aus Deutschland und Österreich.

An diesem Beispiel zeigt sich deutlich: wenn Erzeuger (Waldbauern), Verarbeiter (Sägewerk und Zimmerei) und Verbraucher bzw. Käufer gut zusammenarbeiten und regionale Qualität wertschätzen, ist das ein aktiver Beitrag zu einer stabilen regionalen Wirtschaft und zum Klimaschutz!

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Wider die Entfremdung – durch respektvollen Umgang

Zur der Vorstellung derGemeinderats-Kandidat*innen im Waginger Ortsteil Otting kamen auch viele Bauern aus dem Landkreis, die über ihre Sorgen und Nöte berichteten. Ich habe großes Verständnis für den Unmut über die schwierige Situation, in die sie durch jahrelang verfehlte Politik von Regierung und Bauernverband gebracht wurden. Und ich freue mich sehr darüber, dass sie den Dialog mit uns Grünen suchen. Ich sehe es als eine der wichtigsten Aufgaben für die Politik, den teilweise sehr rauen Ton zwischen Landwirt*innen und Verbraucher*innen wieder zu entschärfen und die Entfremdung zu überwinden. Unsere Gesellschaft ist auf gutes soziales Miteinander angewiesen! Wir müssen  alle wieder ehrlicher, respektvoller und verträglicher miteinander umgehen und gemeinsam an einem Strang ziehen, damit uns die anstehenden Veränderungen nicht überrollen.

Zukunftsperspektive für Landwirtschaft schaffen

Was die Landwirtschaft fordert? Echte Wertschätzung, geänderte Rahmenbedingungen, faire Preise und Wertschöpfung über den Markt. Womit sie durch die CSU in der Bundesregierung besänftigt wird? Mit einer Milliarde Euro, die unsere Bäuerinnen und Bauern wirken lässt, als würden sie nur wegen des Geldes protestieren (https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/koalition-einigt-sich-auf-bauernmilliarde-11965939.html). .

Wir müssen die echten Probleme endlich angehen und unsere Bäuerinnen und Bauern in ihrer Gesamtheit unterstützen. Wo soll es hingehen mit unseren landwirtschaftlichen Betrieben? Hier braucht es eine Zukunftsperspektive, einen Gesellschaftsvertrag, der ausgestaltet werden muss – mit einer konsequenten Orientierung an Umwelt- und Tierschutz!

„Insieme“: Chor der Lebenshilfe zu Besuch im Landtag

Gestern war der Chor „Insieme“ der Lebenshilfe Traunstein bei mir im Bayerischen Landtag zu Gast – und brachte mit zwei Gesangseinlagen großartige Stimmung in das Ehrwürdige Haus!

Danach diskutierten wir über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen. Besonders die massive Lebensmittelverschwendung lag den Besucher*innen am Herzen. Außerdem forderten sie bessere Mobilität am Land, besonders für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung . Wichtig finde ich auch die Forderung, dass die Gesellschaft, insbesondere Schülerinnen und Schüler, besser über das Down Syndrom informiert werden sollen.

Vielen Dank für euren Besuch im Landtag!

Gutes Essen in der Klinik – Best practice Salzburg

Fürs Gesundwerden in der Klinik braucht es nicht nur gute medizinische Versorgung, sondern auch gutes Essen. Das Salzburger Landeskrankenhaus, das ich kürzlich besucht habe, zeigt, wie das gehen kann. Hier stammen viele Lebensmittel aus regionalem und Bioanbau; beim Fleisch liegt der Bio-Anteil sogar bei 60%! Österreich ist hier einfach sehr gut aufgestellt – aber dieser Weg wäre auch bei uns eine Riesenchance für die bayerischen landwirtschaftlichen Betriebe.

Was mich besonders beeindruckt hat: das Landeskrankenhaus Salzburg bietet richtig hochqualifizierte Arbeitsplätze in seiner Küche – wenn man nicht nur Tüten aufschneiden darf, macht das Arbeiten in der Küche richtig Spaß. Beeindruckend, wie gut die Atmosphäre in dieser riesigen Küche ist. Sogar der Leberkäs wird hier selbst gemacht!

Danone-Schließung: Chance für regionale Genossenschaft

Die angekündigte Schließung des Danone-Standorts ist natürlich ein Schreckensszenario für 300 Milchviehhalterinnen und -halter im Großraum Rosenheim. Die Betriebe und die Politik müssen gemeinsam eine Möglichkeit suchen, den Standort zu erhalten. Denn wenn man Regionalität ernst nimmt, ist klar: Wir brauchen auch regionale Verarbeitungsstandorte für unsere regional erzeugten Produkte.

Die CSU/FW-Regierung könnte jetzt ihr ernsthaftes Interesse an der Förderung regionaler Lebensmittel beweisen. Hierfür brauchen wir eine funktionierende regionale Wertschöpfungskette von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Vermarktung.
Gleichzeitig sehe ich auch den Landkreis in der Pflicht, tätig zu werden und die Milchviehbetriebe politisch zu begleiten und zu unterstützen.

Ich sehe die realistische Möglichkeit, eine eigene Genossenschaft zu gründen und eine starke Regionalmarke zu schaffen. Falls der Standort renovierungsbedürftig ist, könnte Rosenheim eventuell staatliche Fördermittel erhalten. Das sollten wir als verantwortliche Politikerinnen und Politiker aus der Region anstreben und unsere Milchbauern ermutigen, selbst aktiv zu werden. Denn sie haben ein tolles Produkt, das viel mehr Wertschätzung verdient, als es in der Massenverarbeitung erfährt!

Meine Grüne Woche in Berlin

Auch dieses Jahr war ich wieder in Berlin auf der Internationalen Grünen Woche, aber die Messe war nicht der einzige Termin, an dem ich teilgenommen habe. Am Freitagnachmittag fand die Sitzung der Grünen Bundesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft und ländliche Entwicklung statt. Neben Vorträgen von Renate Künast über die Ernährungswende und  von Prof. Dr. Harald Grethe über die dringend benötigten Veränderungen in der Nutztierhaltung fand auch die Wahl der Sprecher*innen statt. Ich durfte die Wahlleitung machen – siehe zweites Bild! Danach ging es weiter zum Staatsempfang des Landwirtschaftsministeriums in der Bayernhalle auf der Grünen Woche. Mit dabei waren meine Kolleg*innen aus dem bayerischen Landtag Rosi Steinberger und Ruth Müller und Jutta Saumweber von der Verbraucherzentrale Bayern.

Am Samstag ging’s vormittags wieder auf die Grüne Woche und mittags war dann die Preisverleihung von Bayerns besten Bioprodukten! Vom Kloster-Sauerkrautbrot bis zum Ziegenmilchkaramell –

sehr beeindruckend wieviel Kreativität und Innovation hier die Biobranche zeigt! Die beiden nächsten Bilder zeigen mich im Gespräch mit Nicole Stocker, Geschäftsführerin der Hofpfisterei und in der großen Runde u. a. mit Hubert Heigl, LVÖ (Landesverteidigung für den ökologischen Landbau in Bayern) -Vorsitzender, Norbert Schäffer, LBV (Landesbund für Vogelschutz)-Vorsitzender und der Bio-Königin Carina I. Kurz konnte ich dann auch noch bei der Ölmühle Schnaitsee aus meinem Landkreis vorbeischauen und beim Landesfischereiverband – denn dann gings auf zur Demo ‚Wir haben es satt – Bauernhöfe statt Agrarfabriken‘ am Brandenburger Tor. Dort war total gute Stimmung, vor allem weil viele von Fridays for future dabei waren und einfach insgesamt so viele Menschen, wie schon lange nicht mehr – 27.000!!!! Der Druck der Straße wird und muß sich in veränderte politische Verhältnisse niederschlagen! Sehr schöner Abschluss dieses Tages war der Parlamentarische Grüne Abend der Bundestagsfraktion mit vielen interessanten und unterhaltsamen Gesprächen. Der Eröffnungstalk diesmal mit den zwei frischgebackenen Ministern aus Sachsen Wolfram Günther und Brandenburg Axel Vogel. Ich bin immer wieder beeindruckt mit wieviel Herzblut Grüne ihre Ministerposten gestalten. Dann ein Foto mit Martin Häusling, MdEP und agrarpolitischer Sprecher der Europafraktion und am Schluß Frauentalk in vertrauter Runde mit Maria Krieger, Riedenburger Brauhaus, Dr. Andrea Beste und der sehr kompetenten Biokönigin Carina.
Insgesamt waren die Tage in Berlin zwar sehr anstrengend, aber einfach toll. Ich konnte viele Erfahrungen, neue Kontakte und Informationen sammeln, aber auch bestehende Beziehungen stärken und den politischen Austausch pflegen.

Agrarpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag